Baugeschichte

Folgende Baudaten sind aus der aufgefundenen Planung und den Bautagebuch bekannt:

– durchschnittlich waren 10 bis 14 Personen täglich am Bau beteiligt,
– die Fenster wurden aus vorgefertigten Betonrahmen zusammengesetzt,
– zum Aushub der 4,80 m tiefen Baugrube wurde ein Kran verwendet,
– eine Heizung sollte im Winter das Einfrieren verhindern,
– insgesamt wurden ca. 90500 Steine verbaut und 460 Kubikmeter Beton hergestellt.

Aus dem Ausführungsprojekt geht hervor dass die Gesamtkosten 123 tausend DM – Deutsche Mark (Währung der DDR) betrugen. Nach vorbereitenden Arbeiten begann die eigentliche Errichtung des Turmes am 16.06.1957 mit dem Aushub. Im Juli begann dann die Errichtung der Mauern im Erdgeschoss und die Einrüstung des Turmes. Am 31.10. des Jahres konnte das Betonieren des Behälters begonnen werden. Hier wurde Stampfbeton mit Bewehrung vorgesehen. Der Beton wurde vor Ort gemischt. Die Errichtung eines kleines Nebengleises ermöglichte einen günstigen Antransport über die Bahnstrecke. Zu dieser Zeit Arbeiteten 12 bis 16 Leute täglich am Turm. Am 10.12.1957 wurde mit dem Betonieren der Dachdecke ein Abschluss der Rohbauarbeiten erreicht.

Im Jahre 1958 folgte dann der Einbau der Eingangstür und der Fensterelemente mit ihrer Verglasung. Weitere Ausbauarbeiten waren dann das Putzen der Wände und die malermäßige Behandlung im Inneren. Am 16.06.1958 waren dann die Lichtleitung verlegt, die Heizungsanlage
montiert, die Wasserleitung eingebaut und damit ein Abschluss der Arbeiten erreicht. Die offizielle Abnahme erfolgte am 16.09 1958. Im Bautagebuch heißt es „ Beanstandungen waren keine“.